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Beschäftigung statt AbwanderungBeratung zu und Entwicklung von Regionalisierungskonzepten im Finanzdienstleistungssektor als Maßnahme zur Verbesserung des Standortimages von Nordhessen zur Umsetzung und Weiterführung der Kampagne "Beschäftigung statt Abwanderung"ArbeitnehmerInnen und ihre InteressenvertreterInnen setzen ihr Wissen und ihre Erfahrungen ein und übernehmen Verantwortung für die Entwicklung in der Region Nordhessen.Leitfragen für die Beratungsaktivitäten
Technologieberatungsstelle beim DGB Hessen e.V. in Kooperation mit Ver.di Nordhessen, Fachbereich Finanzdienstleistung angestrebte Kooperationen mit IHK und mit DGB Hessen sowie Einzelgewerkschaften. Förderung durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung Warum ist diese Arbeit notwendig ?Für Nordhessen gibt es Prognosen, die dieser Region eine "Verödung" voraussagen. Sie soll sich im massiven Abbau von Arbeitsplätzen, Reduzierungen der wirtschaftlichen und sozialen Infrastruktur und dem Wegzug von berufsaktiver Bevölkerung ausdrücken. Auf dem Weg von der Prognose zur Wirklichkeit gibt es immer auch große und kleine Zwischenschritte, die in der aktuellen Gegenwart gemacht werden. Schwer wiegt der schleichende Verlust von Arbeitsplätzen
Um die Mechanismen einer ‚sich selbst erfüllenden’ Prophezeiung umzukehren, bedarf es des konkreten Nachdenkens über neue Wege und deren Verbreiterung.
Die vielen tariflichen Arbeitsplätze in der Branche im mittleren Bereich der Einkommen bedeuten, dass sie für die Region einen wichtigen Beitrag zur Kaufkraft darstellen. Einkommen aus dieser Quelle generieren Impulse für Handwerk und Dienstleistung, Handel, Kultur und Sport und helfen damit, dass das Geld verstärkt in der regionalen Wertschöpfungskette bleibt. Sie sind ein unverzichtbarer Bestandteil regionaler Wirtschaftskreisläufe und kein Luxusproblem. Die Arbeitnehmerschaft in der Region: Qualifikation, Akzeptanz und Motor von InnovationAus einer Reihe von Untersuchungen geht hervor, dass Wettbewerbsvorteile, der Erhalt vorhandener Arbeitsplätze sowie die Schaffung neuer und zukunftsfähigerer Arbeitsplätze von der Innovationsfähigkeit einer Region abhängen. Und diese ist umso höher, je mehr Menschen einbezogen sind und sich mit neuen Ideen identifizieren. Kompetenz, Kreativität und Motivation der Beschäftigten bilden die Basis für die Innovations- und Wandlungsfähigkeit von Unternehmen und Verwaltungen. Der Wandel bringt veränderte Unternehmenskonzepte und neue Organisationsmodelle mit sich, die höhere Anforderungen an Eigeninitiative, die Herausbildung „flacher“ Hierarchien und die zunehmende Verantwortung und Qualifikation der Beschäftigten voraussetzen. Die Akzeptanz neuer Ideen ist vor diesem Hintergrund ein regionaler Wirtschaftsfaktor.
Vor dem Hintergrund der wachsenden Rolle der regionalen Beschäftigten nehmen betriebliche und überbetriebliche Interessensvertretungen aufgrund ihrer Gestaltungsmöglichkeiten im jeweiligen Umfeld und ihrer Multiplikatorenrolle gegenüber den von ihnen vertretenen Beschäftigten eine zentrale Stellung ein. Die Haltung der regionalen Arbeitnehmerschaft kann maßgeblich durch diese Akteure beeinflußt werden. Die rechtliche Stellung von Betriebs- und Personalräten bringt eine Reihe von Mitwirkungs- und Mitbestimmungsmöglichkeiten mit sich. Setzt man voraus, dass die Aktivierung der Gestaltungsfähigkeiten der Mitarbeiter notwendig ist, damit die Innovationen ihr Potenzial voll entfalten können, wird deutlich, dass auch auf die Arbeitnehmervertretungen neue Rollen zukommen: Gefragt ist ihre Bereitschaft und Fähigkeit zur Mitgestaltung der Veränderungsprozesse. Betriebs- und Personalräte erhalten erweiterte und neue Aufgaben als Weiterbildungsberater, Moderatoren bei Konfliktlösungen, Informationsbroker, Rechtsberater etc..
Trotz der Tendenzen zur Globalisierung gewinnen in der Produktions- und Dienstleistungsorientierung das regionale Milieu und die räumliche Nähe von einerseits Zulieferern und andererseits Kunden zu den Wirtschaftsakteuren an Bedeutung. Ansätze, die das regionale Potential im Finanzdienstleistungssektor in den Fokus nehmen, tragen nicht unerheblich zur Wettbewerbsfähigkeit der Region bei. Aus den vielen Überlegungen seien zwei Beispiele exemplarisch genannt:
Aufgabe des Projekts ist es, Vorschläge zu sammeln und zu diskutieren und die noch notwendige Konkretion für einzelne Institutionen bzw. Verbünde zu entwickeln sowie die Motivation zur Umsetzung zu fördern. Unser Ansatz liegt im regionalen Marketing alternativer AnsätzeAus regionalökonomischer Sicht sollen mit und von den Beschäftigten des Finanzdienstleistungssektors Maßnahmen entwickelt, aufgezeigt und verbreitet werden, die sich auch an den betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten orientieren. Der Wirtschaftskreislauf wird mit unserem Ansatz durch eine Stärkung der regionalen Komponente entwickelt. Dann können die Menschen tatsächlich und zeitnah von ihrem Wirtschaftshandeln wieder mehr profitieren und zwar im wesentlichen dort, wo sie leben.
Im Rahmen dieses Projekts sollen Ausgangspunkte, Entwicklungspotenziale und Umsetzungsvorschläge für ein Netzwerk entwickelt werden, das zur Verbesserung des Standortimages beiträgt und beschäftigungswirksame Dienstleistungen im Finanzdienstleistungssektor ermöglicht, die dieser Region nutzen. weiteres zur Umsetzung
[1] In der Branche verlieren in den von uns betrachteten 10 größeren Betrieben bis Ende 2004 ca. 897 Menschen ihren Arbeitsplatz oder haben ihn seit 2001 schon verloren! Bis 2007 sollen dies über 1600 sein. Zitiert nach: Michael Groß Verdi Nord- und Osthessen. Kassel 10.2004 |
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