Eine Idee beginnt mit einem Gedanken
Ein Netz beginnt mit einer Masche
Eine Entwicklung beginnt mit ersten Schritten
zurück zu Konzept und Antrag

Inhalt
 wirtschaftliche Ausgangslage

Ausgangslage

Wir erleben in Folge der wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland, dem Umbruch in dem Finanzdienstleistungssektor (Stichworte: Basel II, Abschaffung der Gewährsträgerhaftung und der Anstaltslast in der Verfassung öffentlich-rechtlicher Sparkassen und Landesbanken, aktuelle Ertragsschwäche vor allen durch erhöhte sonstige Sachaufwendungen, striktere Orientierung auf Eigenkapitalrendite: Reduzierung der Rendite auf das eingesetzte Kapital, Schwäche des Aktienmarktes besonders bei Publikumsfonds) und einer hohen Kontinuität der Modernisierung und Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK - Technologien) einen technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel.

In Nordhessen (Kassel, Landkreis Kassel; Schwalm-Eder-Kreis; Waldeck- Frankenberg-Kreis; Werra-Meißner- Kreis) leben etwa 914.000 Menschen. Davon sind in dem Finanzdienstleistungssektor als Beschäftigte 8722 statistisch erfasst. Diese Beschäftigten haben einen überproportional hohen Anteil an Einkommen im mittleren Bereich, da der größte Teil im Unterschied zu anderen Zweigen des Dienstleistungssektors in tariflichen Arbeitsverhältnissen arbeitet.

Der Finanzdienstleistungssektor umfasst die Versicherungswirtschaft, die genossenschaftlichen Banken, die Privatbanken und die öffentlichen Banken und Sparkassen.

Die Versicherungswirtschaft ist nur noch mit einem Unternehmen mit Hauptsitz vertreten. Im Versicherungsaußendienst ist die Beschäftigungsentwicklung durch moderne Technologien und personalresistente Vertriebsstrategien (z.B. Internet) eher rückläufig.

Die Privaten Banken haben den Rückzug aus der Fläche mehr oder weniger vollzogen. Daher haben wir es hier fast ausschließlich nur noch mit „Verkaufsstellen“ der entsprechenden Bank zu tun, womit auch die beschäftigungswirksamen back-office-jobs nicht mehr in der Region anzutreffen sind.

Im Bankenbereich sind die Betriebe des genossenschaftlichen Bankensektors und die Sparkassen rechtlich selbstständig, hängen aber durch unterschiedliche Verbindungen mal mehr und mal weniger stark von den jeweiligen Verbänden ab.

Die genossenschaftlichen Banken befinden sich seit einigen Jahren auf dem Weg zu einer „Bündelung der Kräfte“, was bedeutet, dass die Zahl der eigenständigen Genossenschaftsbanken stark schrumpft.

Der Bereich der öffentlichen Banken und Sparkassen entwickelt sich unterschiedlich: starke Zentralisierungstendenzen bei den Landeszentralbanken mit ebenso starken Abzugstendenzen der Beschäftigung aus den Regionen bei der Landeskreditkasse in Kassel. Und (noch) moderater Abbau von Zweigstellen bei den Sparkassen mit entsprechendem Abbau von Arbeitsplätzen.

Ein besonderes Problem stellt die Ausbildungsplatzsituation dar. Die Ausbildungszahlen sind dramatisch zurückgegangen. Von 1992 bis 2004 gab es einen Rückgang von 62,7% bei den Banken und 41,6% bei den Versicherungskaufleuten.

Die Folgen für die Menschen und ihre Familien

Die Menschen verlieren Ihre Arbeitsplätze in der Region. Ausbildungsplätze werden gar nicht erst angeboten. Entweder fällt die Arbeit komplett weg, Arbeitslosigkeit ist die Folge, oder die Arbeit geht in andere Regionen.

Die Menschen fahren „ihrer“ Arbeit hinterher und das, obwohl sie oft betriebswirtschaftlich wie auch gesellschaftlich zu niedrigeren Kosten hier in der Region geleistet werden könnte.

Weitere Details siehe auch Michael Groß, Kassel 10.2004.

 

 

 

von der EU  gefördert

und gefördert von
von Hessen gefördert von der EU gefördert