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Mitarbeiterbefragungen

Mitarbeiterbefragungen gehören mittlerweile in vielen Betrieben zu häufig angewandten Instrumenten der Personalführung. Beispielsweise um die Meinung möglichst vieler Mitarbeitenden zur Einführung eines neuen Arbeitszeitmodells, der Frage nach Telearbeitsplätzen, oder die Wünsche an die Weiterbildung zu erfahren. Der Einsatz von Mitarbeiterbefragungen erfordert allerdings auch das konsequente Aufgreifen der Wünsche der Mitarbeitenden. Wenn Mitarbeiterbefragungen einsetzt werden, ist es unbedingte Voraussetzung, sich mit den Antworten konsequent auseinanderzusetzen, zu analysieren inwieweit bisherige Strategien an die Wünsche der Mitarbeitenden angepasst werden müssen. Grundsätzlich gilt, dass die Ergebnisse der Befragung und die daraus folgenden Konsequenzen in der Handlungsorientierung den Mitarbeitern zurückgespiegelt werden müssen.

Schritte zur Durchführung einer Mitarbeiterbefragung (MAB)

Schritte zur Durchführung

1. Entwicklung und Gestaltung von Fragebogen

Die Gestaltung des Fragebogens bestimmt die Möglichkeiten und Aussagekraft der Auswertung der Ergebnisse. D.h. der Fragebogen ist das zentrale Element der Mitarbeiterbefragung und er sollte mit besonderer Sorgfalt erstellt werden. Als Unterstützung für die Akteure vor Ort wurde unter KiK-Befragung.de unter dem Button "Befragung" ein Pool mit Befragungsinstrumenten erstellt, der bereits getestete Instrumente enthält, die als Selbstcheck oder als Befragung im Betrieb eingesetzt werden können. Häufig jedoch weichen die Fragestellungen im Betrieb von den dargestellten Fragestellungen ab. Hier empfiehlt es sich, kompetente Unterstützung hinzuziehen.

2. Datenerhebung

Die Datenerhebung kann sowohl online am Arbeitsplatz als auch in Papierform oder per Mail (häufig jedoch als Mix) erfolgen. Dabei ist wichtig, dass der Betrieb sich im Vorfeld überlegt, wer in welchem Zeitfenster die Daten eingeben soll wenn sie nicht direkt online von den Beschäftigten eingegeben werden. An dieser Stelle ergeben sich dann häufig Probleme, da die Dateneingabe unbedingt unter störungsfreien Bedingungen erfolgen sollte, um die Fehlerhäufigkeit zu verringern. Die TBS bietet auch dazu ihre Unterstützung an.

3. Datenauswertung

Die Datenauswertung kann in Excel vorgenommen werden. Häufig jedoch werden Gruppenvergleiche gewünscht. Beispielsweise Fragen wie: "Unterscheidet sich die Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen von Frauen und Männern?". Hier sind professionelle Statistikprogramme einfacher in der Handhabung und kommen schneller zu Ergebnissen. Die TBS übernimmt die Datenauswertung gemäß der Absprache mit dem Betrieb.

4. Präsentation der Ergebnisse

Häufig kommt es zu einer Vielzahl von Ergebnissen, die gewichtet werden müssen. Was ist die Quintessenz der Befragung? Wie können die Ergebnisse zusammengefasst werden, ohne sie zu manipulieren oder sie durch ihre Vielzahl unübersichtlich zu machen? Hier zeigt sich die präzise Vorarbeit in der Erstellung des Fragebogens. Bei der Präsentation ist es auch häufig besonders wichtig, dass unbeteiligte Stellen (Externe) die Ergebnisse präsentieren und die Geschäftsführung oder der Betriebsrat die Möglichkeit hat, die Diskussion mit den Beschäftigten aufzunehmen.

5. Umsetzung der Ergebnisse

Eine Mitarbeiterbefragung endet nicht, wenn die Ergebnisse präsentiert wurden. Der Betrieb muss unter Umständen seine Handlungsorientierung verändern, erhält neue Argumente und stellt Maßnahmen zusammen, die er aufgrund der Befragung initialisiert. Beispielsweise eine Neuausrichtung von Pilotprojekten, die Umgestaltung von Formularen des Controllings, oder die Entwicklung neuer Arbeitzeitmodelle, ...

6. Controlling

Die Mitarbeiterbefragung endet erst, wenn der Betrieb den Beschäftigten zurückgemeldet hat, was aus den Maßnahmen die er geplant hatte, geworden ist. Der Betrieb sollte offen über die erfolgten Maßnahmen berichten. Nur so hat eine weitere Befragung Erfolg, nur so sind die Mitarbeiter bereit, ein weiteres Mal auf Befragungen des Betriebs zu antworten.

Die TBS hat gute Erfahrungen mit Befragungen gemacht. Sei es zu neuen Arbeitszeitmodellen, oder zur Restrukturierung im Betrieb. Zentral bei Mitarbeiterbefragungen ist es "im Gespräch zu bleiben".

Unzählige Informationen stehen formal gleichberechtigt als Wissensbasis allen Nutzern zur Verfügung. Es ist alles vorhalten, es muss nur gefunden werden.

Weitere Informationen


bei Dr. MargritDr. Kölbach, TBS Hessen, Tel.: 069-850032-0,
oder Jutta Weber-Bensch bzw. Robert Heidemann, TBS Kassel, Tel.: 0561-9324845
oder über

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