Zellteilung als Strategie

Trans-o-flex versucht schleichende Betriebsränderung

Da es nicht gelang, den Betriebsrat der trans-o-flex Admin-Service mundtot zu machen, wurde dieses Unternehmen in drei noch kleinere GmbHs aufgespalten, die Accounting Service GmbH, die Billing Service GmbH und die Admin-Service GmbH. Allerdings verfehlte die Geschäftsleitung der trans-o-flex ihr Ziel: In allen drei Unternehmen wurden Betriebsräte gewählt.

Nachdem die Admin-Service seit März 2009 abgewickelt ist, scheint die Accounting GmbH ins Visier der Geschäftsleitung gerückt zu sein. Sie kümmert sich um die Finanzbuchhaltung, Nachnahmen und das Forderungsmanagement von trans-o-flex und erledigte bis zum Ende vergangenen Jahres auch die Buchhaltung der - inzwischen selbstständigen - Distributions-GmbHs. Dann wurde diese Aufgabe an einen externen Dienstleister vergeben, die Pecunia GmbH in Koblenz. Drei Beschäftigte erhielten Aufhebungsverträge. Insgesamt kostete die Fremdvergabe sieben Arbeitsplätze. Dass ein ehemaliger Geschäftsführer der trans-o-flex zu einer Vermögensverwaltung im gleichen Haus in Koblenz wechselte, ist laut Management nur Zufall. Daran glauben mag auf Arbeitnehmerseite jedoch niemand. Dort vermutet man, dass die Pecunia irgendwie mit trans-o-flex oder den ehemaligen Geschäftsführern verbunden ist.

Die interne Buchhaltung soll dem Vernehmen nach per SAP künftig von der Österreichischen Post erledigt werden. Damit wäre die Accounting Service GmbH dicht, ohne dass ein Betriebsrat etwas hätte ausrichten können. Eine "schleichende Betriebsänderung" nennt das TBS-Berater Herbert Beel.

 


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