Beide Seiten sollen gewinnen
Was Betriebsräte für
die betrieblichen Weiterbildung tun können
Betriebliche Qualifizierung
soll für mehr Beschäftigungssicherheit sorgen und die Unternehmen
wettbewerbsfähig halten. Doch der Weiterbildungsbedarf des Unternehmens
ist die eine Seite, die Weiterbildungsbedürfnisse der Beschäftigten
sind die andere. Selbst bei der Frage, was ein Betrieb an Weiterbildung
braucht, gehen die Meinungen zwischen Arbeitgeber und ArbeitnehmerInnen
bisweilen auseinander. Deswegen erläutert TBS-Berater Peter-Martin
Cox in dem Handbuch "Weiterbildung im Betrieb" einen Ansatz zur
Bedarfsanalyse für Betriebsräte, die sich erstmals mit betrieblicher
Qualifizierung befassen.
"Betriebsräte können
nach § 96 Abs. 1 Satz 2 des Betriebsverfassungsgesetzes jetzt vom
Arbeitgeber verlangen, dass er den Qualifizierungsbedarf im Betrieb
analysiert", erläutert Cox. "Darüber hinaus können sie es beispielhaft
selbst tun." Etwa dann, wenn der Arbeitgeber untaugliche Methoden
anwendet. Ziel dieses Ansatzes ist, dass beide Seiten von der Bedarfsanalyse
profitieren.
Daneben liefert das Buch
von Peter-Martin Cox, Britta Cartarius und Micha Heilmann juristische
Kommentare zu den neu gefassten Paragrafen in leicht verständlicher
Sprache, schlägt Strategien für den Betriebsrat vor und befasst
sich mit den Kosten der Weiterbildung. Checklisten, Hinweise und
nützliche Tipps bieten zusätzliche Unterstützung.
Britta Cartarius, Micha
Heilmann, Peter-Martin Cox: Weiterbildung im Betrieb. Bund-Verlag,
Frankfurt 2003. 19,90 €. ISBN 3-7663-3415-8
Das Buch gibt es im Buchhandel
oder direkt beim Bund-Verlag.
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