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"Der Mensch steht überhaupt nicht mehr zur Diskussion. Hier geht es nur noch um Technik", klagt Ursula Schwarz. Die Sachverständige für die Versorgungsämter im Bezirkspersonalrat beim Regierungspräsidium Darmstadt war schon Mitte der 90-er Jahre dabei, als der Startschuss für den Verwaltungsreformprozess in Hessen fiel. 1995 hatte die damalige rotgrüne Landesregierung Eckpunkte für die Modernisierung verabschiedet. In der Arbeitsschutz-, der Veterinär- und der Gesundheitsverwaltung beim Sozialministerium nahmen Projektgruppen die Arbeit auf. Besonders engagiert war man bei den Versorgungsämtern. In einem beteiligungsorientierten Prozess erarbeiteten Führungskräfte, MitarbeiterInnen und Personalräte Visionen für die eigene Arbeit und überlegten, wie der Grundsatz "Führen durch Ziele" verwirklicht werden könne. Nach dem Regierungswechsel 1999 kam zunächst eine halbherzige Zusage, der Prozess solle weiterlaufen. Im Sommer 2000 dann das "Aus". Das Sozialministerium kündigte alle Vereinbarungen mit den Personalvertretungen. Seitdem findet nur noch Neue Verwaltungssteuerung mit SAP statt. "Das missachtet die Arbeit vieler MitarbeiterInnen, die sich über Jahre engagiert und Modelle entwickelt haben", kommentiert TBS-Berater Herbert Beel. Statt Zielvereinbarungen zu besprechen, werden Vorgaben gemacht. Statt die Verantwortung zu dezentralisieren, wird die Kontrolle über SAP beim HCC zentralisiert. Statt Hierarchien abzuflachen und damit Führungspositionen einzusparen, würden im operativen Bereich Stellen gestrichen. Gleichzeitig steigen die Kosten der SAP-Einführung ins Unermessliche. "Das lässt sich überhaupt nicht durch Personalabbau amortisieren", schätzt Ursula Schwarz. Über die Qualität der Arbeit und der öffentlichen Dienstleistungen werde überhaupt nicht mehr nachgedacht. "Ich sehe keinen roten Faden. Das ist alles konzeptionslos", kritisiert die Personalrätin.
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