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Im hessischen Kultusministerium hat die TBS Hessen den Hauptpersonalrat bei den Verhandlungen über eine Dienstvereinbarung zur SAP-Einführung beraten. Diese ist allerdings auf ressortspezifische Zusatzentwicklungen beschränkt. Danach informiert die Projektleitung den jeweiligen Personalrat "über die anstehenden Arbeitsschritte und deren jeweils abzusehende Auswirkungen". Jeder Personalrat erhält einen Überblick darüber, welche MitarbeiterInnen mit welchen Rollen in SAP und welchen Zugriffsrechten ausgestattet sind. Nach Produktionsanlauf sollen die SAP-Arbeitsplätze auf psychische oder körperliche Belastungen, technische oder organisatorische Mängel und die Auswirkungen auf Qualifikation und Schulungsbedarf hin untersucht werden. MitarbeiterInnen in den Projektgruppen auf Landes- und Ressortebene sollen "im erforderlichen Umfang" freigestellt werden. Alternativ wird die Überzeit in Freizeit ausgeglichen, zur Not auf einem mehrjährigen Zeitkonto, oder finanziell abgegolten. Die Dienststellen sollen SAP R/3 in ihr Personalentwicklungskonzept einarbeiten. Schulung wird zur Pflicht erklärt und ist Dienstzeit. Soweit die Theorie. Anfang des Jahres steht der Produktivstart von SAP HR in allen Schulämtern an. HPR-Vorsitzende Rosemarie Tomalla klagt: "Die Bearbeiter stehen mit dem Rücken zur Wand." Probleme gibt es bei der Migration der Daten, die aus drei Programmen in SAP zusammengeführt werden. Manuell müssen die Personendaten auf Doppelungen durchforstet werden, da SAP die ursprünglichen Schreibweisen nicht erkennt und daher eine Person zwei- oder dreimal auftauchen könnte. Die Schulungen im Umfang von 22,5 Tagen müssen neben der normalen Arbeit eingeschoben werden. Überstunden und Samstagsarbeit wird angeordnet. Wann die Betroffenen die Mehrarbeit abfeiern können, bleibt einstweilen völlig unklar. Dennoch betont Tomalla, dass die Hausleitung die Mitarbeit des HPR unterstütze, "damit wir nicht gegen die Einführung arbeiten". Ziel ist es jetzt, dass die örtlichen Personalräte die Rahmendienstvereinbarung, die für alle SAP-Module ausgehandelt wurde, mit Leben füllen. Auch die Beratung durch die TBS zusätzlich zu den jährlich drei HPR-Tagen mit Accenture sei kein Problem. |
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