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Fachlich laufen die Fäden der SAP-Einführung beim Hessischen Competence Center (HCC) zusammen. "Das HCC soll zukünftig als zentrale Informations- und Servicestelle für alle Fragen und Probleme zum Einsatz und Betrieb von SAP R/3 in der Landesverwaltung und als Finanz- und Dienstleistungszentrum dienen", heißt es auf der Internetseite des Finanzministeriums. Hervorgegangen ist das Center aus der ehemaligen Hessischen Datenzentrale. Den ursprünglichen Plan, das HCC in eine GmbH umzuwandeln und 51 Prozent der Anteile an die Unternehmensberatung Accenture zu verkaufen, die mit der SAP-Einführung beauftragt ist, musste die Landesregierung nach öffentlichen Protesten aufgeben. Jetzt ist das Center bei der Oberfinanzdirektion Frankfurt angesiedelt. Doch auch ohne diesen Coup verfolgen die BeraterInnen von Accenture eine aggressive Strategie. "Die führen SAP nicht nur ein, die vertreiben SAP auch", klagt ein Hauptpersonalrat. Häufig versuchten die Accenture-Leute ein SAP-Produkt zu verkaufen, selbst wenn die bisherige Software funktioniert oder ganz neu ist. "Die nutzen die Unwissenheit der Kolleginnen und Kollegen aus", so der Vorwurf. Das HCC gliedert sich in vier Bereiche. Das Anwendungsmanagement fungiert als User Help Desk und wartet das SAP-System. Daneben gibt es das "Technische HCC" und HCC Schulung. Das "Fachliche HCC" übernimmt alle Aufgaben rund um die Finanzflüsse der Landesverwaltung: Buchungen, Kassenfunktionen, Auszahlungen, Monats- und Jahresabschlüsse. Das ermögliche es den Dienststellen, sich auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren, schreibt das Finanzministerium. Die Unterlagen für die Haushaltsberatungen werden nicht mehr in den Ressorts aufbereitet, sondern vom HCC in hoch aggregierter Form zur Verfügung gestellt.
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