1. Personenverkehr

1.1. Bahn (Transnet)

Die ehemals staatliche Deutsche Bahn (Privatisierung 1994) ist in eine Aktiengesellschaft bzw. Holding umgewandelt worden, deren Sitz zuvor in Frankfurt war und jetzt nach Berlin verlegt wurde. In Frankfurt sind weiterhin wichtige Bahneinrichtungen angesiedelt (Vorstandsverwaltung, Immobilienverwaltung und der Bundesvorstand der Gewerkschaft Transnet). Die Schwerpunkte sind: Netz für Schienenverkehr, Regio für den Nahverkehr, Reise und Touristik für den Fernverkehr, Station und Service für Personen und Bahnhöfe sowie der Cargo- Sektor für Güter. Alle Schwerpunkte, außer dem Gütersektor in Mainz, sind in der Mainmetropole Frankfurt angesiedelt worden.

Der Vorstand der Bahn beabsichtigt einen weiteren Stellenabbau von 60.000 Beschäftigten, im Jahr 1990 waren noch 500.000 Mitarbeiter bei der Bahn beschäftigt im Jahr 2001 sind es lediglich 225.000 Mitarbeiter gewesen. Der Rückzug aus der Region nimmt weiter zu, bevorzugt werden weiterhin die profitablen Hauptstrecken, im Schienennahverkehr ist die Privatisierung bereits fortgeschritten, viele Streckenbereiche werden öffentlich ausgeschrieben bzw. Angebote werden eingeholt. Die Trennung von Schienennetz und Bahnbetrieb ist geplant.

Frankfurt ist Verkehrsknotenpunkt für die Bahn und den Flugverkehr. Die Bahn testet mit dem Flughafen Frankfurt derzeit kombinierte Bahn-Flugtickets und Kooperation beim Gepäcktransport.

Das Projekt "Frankfurt 21", das u.a. als Ziel verfolgte den Kopfbahnhof Frankfurt umzubauen zu einem Durchfahrtsbahnhof scheiterte im September 2001 an der fehlenden Finanzierungsmöglichkeit. Stattdessen wird jetzt ein Sofortprogramm für Umbau- und Reparaturmaßnahmen vom hessischen Verkehrsminister favorisiert, um die großen Zeitverluste im Gleisvorfeld des Hauptbahnhofes zu reduzieren.

Gewerkschaftliche Handlungs- und Kooperationsmöglichkeiten:

- allgemeinverbindliche Vereinbarung von Löhnen und einheitliche Sozial- und Sicherheitsstandards auf europäischer Ebene.

- umfassende Bildungsmaßnahmen für die Beschäftigten

- Interne Konkurrenz zwischen den Gewerkschaften ver.di und Transnet muss überwunden werden.

Als zukünftige Handlungs- und Kooperationsmöglichkeiten könnten die bereits bestehenden Städtepartnerschaften, Informations- und Seminarangebote der Gewerkschaften und die kontinuierliche Arbeit auf EBR- Ebene ausgebaut und intensiver genutzt werden.

1.2. VGF Verkehrsgesellschaft Frankfurt Main

Die VGF wurde 1995 gegründet. Vorher gehörte der öffentliche Personennahverkehr zu den Stadtwerken, die ein Eigenbetrieb der Stadt waren. Im September 2001 wurde die Lokale Nahverkehrsgesellschaft aus der VGF ausgegründet. Sie hat 60 Beschäftigte und ist für Marketing, Verkehrsforschung und Fahrpläne zuständig. Der Rest der VGF soll in drei Sparten aufgeteilt werden: Schiene, Bus, Infrastruktur. Der Betriebsrat befürchtet, dass in einem nächsten Schritt diese Sparten als eigene Gesellschaften ausgegründet werden könnten.

Der Busverkehr wird zunehmend privatisiert. Einzelne Buslinien werden öffentlich ausgeschrieben. Privatunternehmen zahlen ihre Busfahrer nach einem schlechteren Tarif als die alten städtischen Busfahrer. Dies hat zu Protesten geführt. Dabei sind viele Busfahrer in die Gewerkschaft eingetreten.

Ein uneingeschränkter Wettbewerb ist in diesem Bereich nicht zu erwarten, weil die Profite gering sind. Ausländische Unternehmen beteiligen sich bisher nicht an den Ausschreibungen, eher jedoch beim Aufkauf von Unternehmensanteilen.

Gewerkschaftliche Handlungs- und Kooperationsmöglichkeiten:

Einheitliche Branchentarifverträge aushandeln. Dies wäre in diesem Fall eine Abkehr vom Flächentarifvertrag.

Interessant, wäre es zu erfahren, wie die Gewerkschaften in anderen Städten mit ähnlichen Situationen umgehen.

2. Flugverkehr

Bedeutung des Flughafens für die Rhein-Main Region

Wichtig für Ballungsgebiete ist die Verbindung aller Verkehrssysteme zu einem Verkehrsnetz. Das Funktionieren dieses Netzes als Infrastruktur ist die Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg. Der Frankfurter Flughafen ist als internationaler Flughafen eine Drehscheibe (englisch: "hup") für Personen- und Warenverkehr. Die Verbindung zu anderen Verkehrssystemen ist bereits vorhanden, z. B. zur Weiterverteilung der Post. Frankfurt hat die Funktion eines Poststerns.

Arbeitsbedingungen und Beschäftigungsverhältnisse

Für die Arbeitnehmervertreter ist es bei zunehmender Liberalisierung des Marktes wichtig, auf die Mindeststandards Einfluss zu nehmen. Ansonsten besteht die Gefahr von Lohndumping. Die europäischen Flughäfen sind teils öffentlich, teils privat.

Die Arbeitnehmervertreter haben Lobbyarbeit gegenüber der europäischen Kommission gemacht, mit dem Ziel auf gemeinsame Mindeststandards hinzuwirken. Das Problem dabei war, dass die Bedingungen in den einzelnen Ländern sehr verschieden sind.

Die Standards in den europäischen Ländern sind sehr unterschiedlich. Zum Beispiel ist in Deutschland für die Mitarbeiter ein qualifizierter Berufsabschluss mit Prüfung Voraussetzung, in anderen Ländern zum Teil nicht. Die aktuellen Überlegungen zur Sicherheit im Flugverkehr werden den Standards neue Bedeutung geben.

Mindestbedingungen müssen in Tarifverträgen festgehalten werden. Konzerntarifverträge können verhindern, dass Tochtergesellschaften schlechtere Bedingungen für Arbeitnehmer existieren.

Perspektiven für die gewerkschaftliche Arbeit

Das Flughafenbüro der Gewerkschaft ver.di ist in Planung. Als attraktives Dienstleistungszentrum für die Beschäftigten auf den verschiedenen Arbeitsplätzen im Flughafenbereich wird dieses Büro eine große Chance für die Arbeit der Gewerkschaft und auch zur Mitgliederwerbung sein.

Internationale Kooperation der Gewerkschaften

Für den Flugverkehr werden viele Entscheidungen auf europäischer Ebene getroffen. Die Politik der Liberalisierung und Globalisierung wird fortgesetzt. Einheitliche Standards im Arbeitsrecht, der Betriebsverfassung, der Wirtschaftsverfassung und der Arbeitsbedingungen fehlen. Von Gewerkschaftsseite sollte der europäische Einfluss auf die Gesetzgebung untersucht werden und gewerkschaftliche Einflussnahme der Lobbyarbeit der Unternehmen entgegengesetzt werden.

Die Luftverkehrsgesellschaften streben derzeit eine Revision der EU-Richtlinien an. Dabei sollten die Arbeitnehmervertreter ihre Interessen einbringen.

3. Warentransport von Nahrungsmitteln und Getränken

Mit dem Prinzip der Lieferung just-in-time wird die Lagerhaltung der Unternehmen zunehmend auf die Straße verlagert. Wasserwege werden als Logistiksysteme kaum genutzt. Insgesamt nimmt der Anlieferverkehr für den Transport von Nahrungsmitteln und Getränken zu. Dies führt zur Ausdehnung von Lieferzeiten auf die frühen Morgenstunden, auf die Nacht und an Sonn- und Feiertagen, und damit auch zur Ausdehnung von Arbeitszeiten.

Lebensmittelhandwerk

Das Lebensmittelhandwerk geht enorm zurück, weil immer mehr Großunternehmen auf den Markt kommen. Die Produkte werden von gering qualifizierten Beschäftigten in Massen produziert. Der Produktionsablauf ist bis auf wenige Ausnahmen unabhängig von ausgebildeten Fachkräften. Der Warentransport von den Großbetrieben führt zu erhöhtem Verkehrsaufkommen.

Direktvertrieb

Beim Vertrieb von Tiefkühlkost wurde eine neue Form des Direktvertrieb entwickelt in Konkurrenz zum Lebensmitteleinzelhandel. Die Firmen Bofrost und Eismann, die Tiefkühlprodukte vertreiben, sind hier Vorreiter für den Direktvertrieb. Die Fahrer dieser Unternehmen besitzen den Status von Selbstständigen, bzw. Scheinselbständigen, die im Auftrag nur eines Unternehmens tätig sind und deren Arbeitsbedingungen und individuelles Einkommen durch verbindliche Verträge mit dem Unternehmen stark geprägt werden. Die Verantwortung für Ware und Transportfahrzeug übernimmt der Fahrer als Franchise- Partner, ebenso wird vertraglich ein Verkaufsgebiet und Verkaufserlöse geregelt. Die Fahrer erhalten ihr Fahrzeug zu einem symbolischen Preis vom Unternehmen. Ihr Verdienst ist zu gering, um Geld für die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs anzusparen. Sie bleiben daher in Abhängigkeit vom Unternehmen. Bei 250 bis 260 Arbeitsstunden monatlich erreichen die Fahrer selten mehr als 3000,- DM (1534 Euro) Nettoverdienst.

Die Fahrer sind zumeist männliche Mitarbeiter, Geringqualifizierte häufig Zuwanderer aus der 2. Generation. Eine weiterer Anstieg dieser prekären Arbeitsverhältnisse ist zu erwarten.

(Der Großkonzern Nestle hat Schöller gekauft, Eismann als 100 % Tochterunternehmen von Schöller gehört somit Nestle. Und es ist zu erwarten, dass Nestle die bereits bestehenden Strukturen von Eismann zum Direktvertrieb seiner weiteren Produkte nutzen wird.)

Neue Märkte werden von Catering-Firmen erschlossen: Essen auf Rädern für Alte und für Singles und Catering für Büros.

Getränkeindustrie

In der Getränkeindustrie sind die Arbeitnehmer im Bereich der Logistik massiv betroffen von Ausgliederungen und Auslagerungen. Dadurch gelten für viele Fahrer keine Tarifverträge. Beifahrer, soweit sie überhaupt eingesetzt werden sind teilweise Tagelöhner. Die Belieferung von Gaststätten und Handelsketten erfolgte früher direkt durch die Brauereien. Überwiegend wird das mittlerweile vom Getränkefachhandel, bzw. von Getränkespediteuren gemacht, ein weiterer Teil wurde auf den Getränkefachhandel verlagert. Verkehrstechnisch hat dies den Vorteil, dass mit nur einer Anfahrt verschiedene Getränke geliefert werden können. Der Tariflohn in diesen Bereichen ist jedoch niedriger als der Tariflohn in den Brauereien (Fahrer /Fahrer vergleich).

Die Supermärkte werden mit Zieltransporten teils vom Hersteller selbst mit Getränken beliefert (z.B. Mineralwasserfirma Hassia). Nestle hat den Wassermarkt entdeckt und mehrere Quellen aufgekauft(Markennamen sind unter dem Begriff "Blaue Quellen" zusammengefasst. Beim Vertrieb arbeitet man mit der Ausliefererfirma Trinks zusammen, hier gelten eigene Haustarifverträge .

Das Ziel die Transportkosten zu senken, hat Einfluss auf die Verpackung: und verändert den Marktauftritt und die Kaufgewohnheiten.

Beispiel: Bier/Fassbier

Der Fassbieranteil sinkt ständig. Dies, obwohl am Fassbier traditionell erheblich mehr verdient wurde als an Flaschenbier und auch als an Büchsenbier. Ein Hintergrund ist, dass im Vergleich zu den anderen Gebinden, Reinigung, Befüllung und Transport wesentlich aufwendiger und kosten ungünstiger ist. Obwohl alle Biertrinker sich im Urteil : Fassbier schmeckt besser als ..... einig sind, geht der Fassbier Anteil ständig weiter zurück! Demnächst wird uns auch in Deutschland die Plastikbierflasche als Massengebinde nicht erspart bleiben.

Mineralwasser wird mit rasanter Steigerungsrate zunehmend in Plastikflaschen (anstelle von Glasflaschen) abgefüllt.

Für die Automatenbestückung soll in Zukunft das GPS- Navigationssystem eingesetzt werden, die Automaten erhalten eine elektronische Ausstattung (Software) und sollen somit rationaler betreut und ausgelastet werden.

Regionale Besonderheiten

Es stehen viele ausländische Arbeitskräfte mit geringer Ausbildung zur Verfügung, die als Fahrer meist nicht tarifgebunden arbeiten oder zu ungünstigen Tarifen, bei unzureichender Kontrolle von Arbeitsbedingungen.

Die Produzenten betrachten für den Betrieb nicht so sehr den regionalen Markt, sondern die Verkehrsströme. Logistikzentren werden außerhalb der Großstädte angesiedelt.

Zur Reduktion des LKW-Verkehrs wären Zieltransporte größerer Einheiten per Bahn sinnvoll.

Handlungs- und Kooperationsmöglichkeiten der Gewerkschaften

- Wichtig ist es, Tarifkonkurrenz zwischen verschiedenen Gewerkschaften zu vermeiden, denn bei Ausgliederungen und Umstrukturierungen verschwimmen häufig die Betriebsgrenzen, für die Beschäftigten verlieren oft bisherige Tarifverträge ihre Geltung. Dies ist auch auf die internationale Ebene übertragbar.

- Die Gründung von Betriebsräten in kleinen Betrieben muss stärker unterstützt werden, in Deutschland wird dies durch das neue Betriebsverfassungsgesetz erleichtert.

Bei großen Speditionsbetrieben wäre die Gründung europäischer Betriebsräte möglich.

- Europäische Mindestlöhne sind zu fordern - auch im Hinblick auf die EU-Osterweiterung.

4. Informationsverkehr

Vorwort: Die Branche

Zu den zentralen Elementen einer Infrastruktur im sogenannten Informationszeitalter gehört der Branchenbereich Telekommunikation - Informationstechnologie / Datenverarbeitung - Multimedia. Da die traditionelle statistische Zuordnung (Branchenbereiche nach dem Statistischen Bundesamt) sehr unscharf bzw. unpräzise ist, hier eine Definition der Betriebe / Unternehmen, die der Betrachtung nach den modernen Produkt- und Dienstleistungsketten folgt:

  1. Telekommunikation
  2. Hierunter fallen Betriebe, die Fest- und Mobilfunknetze und/oder Breitbandnetze, Call-Center der Branche, Internet-Dienste und/oder Online-Dienste errichten, betreiben und/oder vermarkten, sowie Satellitendienstleistungen erbringen. Aber auch die staatlichen Einrichtungen für Telekommunikation sowie die entsprechende Regulierungsbehörde.

  3. Informationstechnologie und Datenverarbeitung
  4. Hierunter fallen Betriebe der Datenverarbeitungstechnik, des Hardware-Services und der Telekommunikationstechnik (u. a. Datenverarbeitungsgeräte und -einrichtungen), Betriebe die Software, Systeme und Services entwickeln bzw. anbieten, sowie Betriebe, die IT-Services, IT-Dienstleistungen und IT-Consulting vermarkten.

  5. Multimedia

Hierunter fallen Betriebe sowie Beschäftigte (Stichwort: FreiberuflerInnen), die sich mit der Erstellung und Vermarktung von Multimediaprodukten und -dienstleistungen beschäftigen, u. a. Multimedia-Werbe- und Kommunikationsbetriebe

Entstehungsgeschichte und Hintergründe für den Informationsverkehr im Rhein-Main-Gebiet

IT-Betriebe

Alle Wirtschaftsbereiche sind heutzutage stark verzahnt und bauen auf den Produkten und Dienstleistungen der IT-Branche auf. In diesem Sinne geht der "Arbeitsmarkt" über die genuinen IT-Betriebe in der Region (EDS, IBM, Telekom, CSC Ploenzke, Unisys, Triaton, etc.) hinaus: In den Bereichen Handel, Verkehr, Banken und Versicherungen, Ver- und Entsorgung, Industrie, Landes- und kommunale Dienststellen werden die traditionellen EDV-Abteilungen in sehr vielen Fällen entweder verselbständigt und fusioniert (und drängen auf den Markt) bzw. out-gesourct an die entsprechenden Unternehmen der IT-Branche. Diese Entwicklungen sind jeweils mit Rationalisierungen und Freisetzungen von Arbeitskräften verbunden.

Die Tendenz geht hier weg von der Hardware-Produktion (Verlagerung ins Ausland) und hin zur IT-Beratung bzw. IT-Dienstleistung - auf dieser Ebene sind die Gewinnmargen wesentlich höher.

IT-Fachkräftemangel

Der IT-Fachkräftemangel ist hausgemacht: Der fehlende Nachwuchs wird fast durchweg von der Branche nicht ausgebildet bzw. die gesuchten "Skills" überfordern das Angebot des Arbeits- und Ausbildungsmarktes. Neben einem grundlegenden IT-Wissen (das fortlaufend aktualisiert werden muss) sind zunehmend Qualifikationen im Bereich des Verkaufs und der Beratung gefragt.

Hervorzuheben ist, dass gerade in den Klein- und Mittelbetrieben der IT/DV-Branche bzw. den Multimedia-Betrieben kaum bis gar keine Erstausbildung erfolgt.

In Hessen gibt es (bis jetzt) keine Berufsakademie für diese Form der Ausbildung im IT-Bereich, sodass die Unternehmen auf BA in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen ausweichen.

IT-Branche und Gewerkschaften

Nur wenige Unternehmen der IT-Branche unterliegen dem Schutz eines Tarifvertrags (Telekom, IBM, Unisys), zum grössten Teil werden die Arbeitsbedingungen durch Betriebsvereinbarungen geregelt.

In den Betriebsrätearbeitskreisen für die IT-Branche im Rhein-Main-Gebiet findet ein reger Austausch über diese Regelungen statt. Darüber hinaus beraten die TBS des DGB und die BTQ von ver.di die Betriebsräte bei vielen Fragen, z.B. Datenschutz.

Beschäftige und Betriebsräte der IT-Branche erwarten von einer modernen gewerkschaftlichen Vertretung, dass sie insbesondere als Fachgewerkschaft agiert. Aus diesem Grunde wurden fachspezifische Angebote entwickelt wie Multimediabüro, onforte (online-Forum Telearbeit), quid (Datenschutz / Datensicherheit), ergo-online (Bildschirmarbeit, software-Ergonomie, RSI-Erkrankungen) und - auch wegen des neuen Themas im Betriebsverfassungsgesetz - Oekoline.net (Fachinformationsdienst zum betrieblichen Umweltschutz)

Der Organisationsgrad der Gewerkschaften ist in der IT-Branche sehr niedrig, in der letzten Zeit häufen sich jedoch Anfragen für Betriebsratsgründungen.

Forderungen

Die Novellierung des BetrVG wird den Anforderungen an eine effiziente Mitbestimmung, gerade bei den Strukturen und den ständigen Veränderungen in der IT-Branche aus gewerkschaftlicher Sicht nur zum Teil gerecht.